FDP Heusweiler will Steuerung der Windkraft: kein „Rotor-Out"
Die FDP Heusweiler will den Fröhner Wald als wertvolles Naherholungsgebiet erhalten und wendet sich deshalb gegen eine erneute Ausweitung der Windenergienutzung im Bereich Fröhner Wald/Kasberg.
Bereits Ende 2025 hatte auf Initiative der FDP der Ortsrat Holz und der Gemeinderat Heusweiler gegen die damals geplanten Windkraftanlagen im Fröhner Wald Stellung bezogen. Eigentümerin und Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) wurden aufgefordert, von dem Vorhaben Abstand zu nehmen. Hintergrund waren insbesondere die erheblichen Eingriffe durch Bauarbeiten, Wege, Fundamente sowie die Auswirkungen auf Natur, Wald und Naherholung. Der Regionalverband führt den Fröhner Wald/Kasberg weiterhin als Konzentrationszone für Windenergie. Die genehmigte Konzentrationszone umfasst dort rund 44,83 Hektar.
Neue Entwicklung durch Rotor-Out
Durch die neuen gesetzlichen Flächenziele der saarländischen SPD-Landesregierung steht die bisherige Planung nun aber erneut unter Druck. Der Kooperationsrat des Regionalverbandes soll am 13. November 2026 über das weitere Vorgehen beraten. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem ein Rotor-Out-Beschluss (große Rotoren dürfen dann aus den Windkraftzonen herausragen) und ein separater Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans. Für die FDP Heusweiler ist deshalb klar: Der Fröhner Wald darf nicht durch die Hintertür wieder zum Windkraftstandort werden!
Die FDP unterstützt grundsätzlich den Erhalt der kommunalen und regionalen Planungshoheit. Diese Planungshoheit darf aber nicht dazu genutzt werden, durch einen pauschalen Rotor-Out-Beschluss die bisherige Windenergiekulisse im Fröhner Wald/Kasberg faktisch auszuweiten.
FDP für Erhalt Fröhner Wald
Die FDP wird sich deshalb dafür einsetzen, dass im Bereich Fröhner Wald/Kasberg kein Rotor-Out angewendet wird, die bisherige räumliche Abgrenzung nicht durch Rotor-Out erweitert wird, ein mögliches Änderungsverfahren des Flächennutzungsplans ergebnisoffen bleibt, alternative Flächen im Regionalverband geprüft werden und die Auswirkungen auf Bevölkerung, Wald, Natur, Artenschutz und Naherholung umfassend berücksichtigt werden.
„Der Regionalverband hat selbst eine Planung geschaffen, die Windenergie räumlich steuern und gleichzeitig Bürger schützen sollte. Diese Steuerung darf jetzt nicht durch eine schnelle Rotor-Out-Lösung ausgehöhlt werden“, so der FDP-Vorsitzende Oliver Luksic.
Der Fröhner Wald ist dabei nicht irgendeine Fläche. Die FDP verweist auf seine Bedeutung für Naherholung, Natur und Landschaft. Der Frohn-Wald-Weg ist ein zertifizierter Premium-Wanderweg; zudem gehören Altholzbestände, Artenschutz, das Holzer Konglomerat und die historische Kulturlandschaft zu den besonderen Qualitäten des Gebietes.
Die Freien Demokraten sprechen sich für maximale kommunale Steuerung aus. Die FDP Heusweiler fordert deshalb für den Fröhner Wald/Kasberg: Kein Rotor-Out. Keine automatische Erweiterung. Keine Vorfestlegung. Stattdessen eine transparente Planung mit breiter Bürgerbeteiligung.